F104 Starfighter, Faszination oder Alptraum

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    • F104 Starfighter, Faszination oder Alptraum

      Nachdem meine Hawk bis auf das Auswiegen fertig ist, schaue ich mich grad für ein neues Projekt um. Ich habe zwar noch eine L39 von Tomahawk im Massstab 1:3.5 im Keller stehen, die will ich mir aber für den Winter aufheben. Auch habe ich Lust wieder mal aus Holz zu machen.

      Schon im Kindesalter hat mich die F104 Starfighter schwer beeindruckt. Der schlanke Jet mit den Stummelflügeln, welcher eher an eine Rakete mit Flügeln, wie an eine Kampfjet erinnerte.
      In der deutschen Wehrmacht machte er durch seine Vielzahl an Flugunfällen eher negative Propaganda und war dort als "Witwenmacher" oder "Fliegender Sarg" bekannt. Die Piloten nannten die F104, der "Schöne Tod".

      Auf der Suche nach Bauplänen oder CAD Dateien, tippte ich mir beinahe die Finger wund. Weit und breit keine brauchbaren Daten. Im Netz gab es zwar tolle Dreiseitenansichten, die aber von der Anzahl Spanten nicht das versprachen, was ich mir vorstellte.

      Über einen Kontakt eines italienischen Kollegen (Flugmeetings in Italien haben es in sich) gelangte ich an Daminano, welcher längst eine F104 im Masstab 1:4 konstruiert und gebaut hat. Das mal kurz in Zahlen, Rumpflänge 4.10m, Spannweite 1.65m, ein Gewaltsgerät :thumbup: Hier ein keiner Eindruck aus dem Nachbarforum.


      Eine traumhafte Konstruktion, die sofort Heisshunger auslöste :D . Damiano hat mir die Daten auch zu Verfügung gestellt, nochmals herzlichen Dank an Damiano Orizio :thumbsup: .

      Nachtrag: Aufgrund vieler Nachfragen der CAD-Files bitte wendet euch direkt an Damiano, ich werde keine Files rausgeben.



      Auch vom Farbschema habe ich schon feste Vorstellungen. So soll sie aussehen ^^











    • Als ich nach einer Woche mit dem Sortieren und Anordnen der Daten auf die Bearbeitungsfläche meiner Fräse fertig war, habe ich mich mal im Baumarkt für 4mm Pappelsperrholz umgeschaut. Ich erntete eher unverständliche Blicke als ich mal 30 Platten a 600mm x 1100mm bestellte. Mit dem bestehenden Holzlager konnte mir der Verkäufer grad mal mit der halben Anzahl aushelfen.






      Und schon konnte es mal losgehen, zum Warmwerden habe ich mal mit einem Flügel angefangen.









      Es ist wirklich eine gefreute Sache, die Teile passen sensationell zusammen :thumbsup:


    • Fazit: In rund zwei Wochen, beide Flügel, beide Tiptanks und das Höhenruder, so schnell habe ich noch nie gebaut :whistling:

      Also dran bleiben ...

      Das Seitenruder mit der hinteren Rumpfpartie stehen jetzt auf dem Programm.



      Bei der prozentualen Dicke ist es sicher kein Problem, Servos zu verstauen :D


      .... und der Fräser zieht weiter seine Bahnen ....




      Ein kleiner Grössenvergleich zeigt die Dimension der Spanten 8o



      Die Rippen der Seitenflosse mal zu Testzwecken zusammengesteckt ...



      ... und auf die Heckpartie aufgebaut.




      Die 1:4.5 Hawk im Hintergrund sieht aus, wie ein Spielzeug :D



      Auch hier noch kurz ein Grössenvergleich.




      Und das ganze noch mit Höhenruder 8)

    • Mit neuem Werkzeug ausgerüstet geht es jetzt weiter :D ich denke mit 150 Fräser sollte ich wieder ein Stück weiter kommen :D



      Der Aufbau ist wie bei der Front- und Heckpartie Füssen und Längsleisten ausgeführt. Mittlerweile habe ich bereits 25 Platten a 1100 x 600mm aufgebraucht.



      Der Zusammenbau ist doch immer wieder spannend und erinnert mich manchmal an ein Puzzle Spiel :huh:





    • Hallo Christian
      Vielen Dank für's Kompliment :thumbup:
      Das Modell wird eine Länge von rund 4.2m bei einer Spannweite von rund 1.7m (Rakete mit Flügeln) :D


      Ja die Schiffsbau Abteilung besuche ich auch immer gerne an Ausstellungen, was ihr Jungs da auf die Beine stellt, das topt in der Regel auch jede Modellbausparte an Konstruktion und Detaillierungsgrad :thumbsup: .


      Gruss Christoph
    • Das Teil wird ja riesengross 8o

      Was für ein Triebwerk wird da benötigt, um so ein "Tier" (mehr als 30 kg?) überhaupt in die Luft zu bekommen?

      (Ich bewege mich in "kleineren" Gefilden ;) - habe gestern eine Extra 300S mit 1 Meter Spannweite und Elektro-Power "ersteigert")
      See You, Aces_High / Tschüss, Peter

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      :P Check Six - Do or Die 8) (ThunderBit)
    • Die Tage werden kürzer und die Temperaturen kälter. Zeit um sich einerseits dem Weiterbau des Starfighters zu widmen und andererseits wieder mal die Fortschritte zu posten.

      Vielen Dank noch für die tollen persönlichen und schriftlichen Feedbacks zu diesem Projekt, das motiviert mich unheimlich. :thumbsup:









      Natürlich werden die Klappen mit Hohlkehlen ausgeführt.



      Erste Sahne :thumbsup:




      Auch das Höhenruder und die Tipptanks nehmen schon Gestalt an.







      Von meiner Seite sind nun alle Rumpfspanten verklebt.

      An der Jetpower 2014 haben wir auch schon die Fahrwerke geordert. 1:4 Scale für den Starfighter, mit abdrehenden Rädern :thumbup:



      Dies bedeutet zwar ein paar zusätzliche Modifikationen, aber für das Fahrwerk nehme ich das gerne in Angriff :D .
    • Während Armin fleissig am Beplanken ist, widme ich mich dem Rumpfmittelteil.
      Nachdem ich in Speyer im Technikmuseum einige Starfighter in natura gesehen hatte, war mir klar, dass das Rumpfmittelteil noch einige Änderungen erfahren muss.

      Rumpfform bei den Einlässen:
      Die sind kreisrund, Damiano, setzt bei seiner F104 ein herkömmliches Fahrwerk ein, welches die Räder nicht abdreht. Aus diesem Grund hat der die Rumpfform bei den Einlässen oval konstruiert. Damit kann er die Räder komplett im Rumpf einfahren. Da ich/wir ein Fahrwerk mit abdrehenden Rädern verwenden, kann grundsätzlich die runde Form gewählt werden.

      Also ran ans CAD und ändern.



      Zwischen dem Einlass und dem Rumpf existiert ein Kanal, welcher von der Düsenspitze bis zum Rumpf gleichmässig ansteigt. Beim Modell fehlt dieser ansteigende Kanal komplett. Weiter wäre es sinnvoll, wenn der Lufteinlauf mit der Düse ein Teil wären, welches man nachträglich montieren kann. Ansonsten sind Beplankungs- und Lackierarbeiten nur mit einem mühsamen Mehraufwand möglich.



      Zu diesem Zweck musste die "Razor Saw" mal herhalten, um mein Vorhaben umzusetzen.



      Fortsetzung folgt.