Projekt 941YM - TK-208 Dimitri Donskoi

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    • Projekt 941YM - TK-208 Dimitri Donskoi

      Strategisches nuklear-betriebenes ballistisches Raketen U-Schiff
      der 18.Division 1.Flottille der Nordmeerflotte der Russischen Marine


      Typhoon
      Der Nato Militär Code Typhoon (tropischer Wirbelsturm) ist angelehnt an die Wortwahl in einer Rede von Leonid Breschnew aus dem Jahr 1974, in der er unter anderem die Entwicklung dieser riesigen Raketen U-Schiffe ankündigte.

      TK-208
      Die erste gebaute Typhoon, dass sogenannte „Null-Schiff“ wurde am
      17.Juni 1976 in der Werft 402 Sewmash in Sewerodwinsk auf Kiel gelegt und lief am 29.Dezember 1980 vom Stapel. Das „Null-Schiff“ bekam den russischen Militärcode TK-208. Ein Jahr später wurde die TK-208 in den Dienst der
      18. Division der 1. Flottille der Nordmeerflotte in der Nerpitshja-Bucht bei Zapadnaja Litsa der Russischen Marine gestellt. Im Jahre 2002 bekam die
      TK-208 nach dem Umbau auf die neuste ballistische Interkontinental Rakete
      Bulawa den Namen Dimitri Donskoi.

      Typhoon Flotte
      Bis zum Jahre 1989 wurden insgesamt sechs Typhoon gebaut. Der Bau einer im Jahre 1986 auf Kiel gelegten siebenten Typhoon die TK-210 wurde 1990 wegen fehlenden Finanzmittel gestoppt.

      Masse
      Länge 172.0 Meter
      Breite 23.30 Meter
      Höhe 08.00 Meter
      Tiefgang 12.50 Meter

      Schiffsssteme
      Sonar Skat
      Radar Albatros
      Funkanlage Molnija
      Satelliten-Navigationssystem Simfonia
      Satelliten-Navigationsanlage Kremnij-2
      Satelliten-Kommunikationsanlage Tsunami
      Besatzung 180 Mann

      Antrieb
      2 OK-650B Druckwasserreaktoren
      2 Dampfturbinen GT3A 98'000 PS
      4 Stromgeneratoren 12'800 kW
      2 Antriebsdiesel 520 PS

      Leistung
      Wasserverdrängung 24’500 Tonnen / aufgetaucht
      Wasserverdrängung 48’000 Tonnen / getaucht
      Höchstgeschwindigkeit 16 Knoten / aufgetaucht
      Höchstgeschwindigkeit 27 Knoten / getaucht
      Tauchtiefe 380 Meter / Patrouillen
      Tauchtiefe 500 Meter / Maximaltiefe

      Elektronik
      Luftraumüberwachungsradar
      Niederfrequentes Bugsonar
      Mittelfrequentes Torpedo-Feuerleitsonar
      Geschleppte Funkboje
      Treibantenne
      Diverse Funksysteme
      Ems / Motor-Steuerungs-System

      Bewaffnung TK-208 Dimitri Donskoi

      6 Torpedorohre Kaliber 533 mm

      10 Luftabwehrlenkwaffe Igla (schultergestützt)

      -- Fernlenkwaffe SS-N-15A Starfish
      1 nuklearer Gefechtskopf / Gefechtskopf 20 kT

      20 Ballistische Interkontinental Raketen Bulawa-30-M
      Feststoffrakete mit 1 nuklearen Gefechtskopf
      Reichweite 10’000 km / Gefechtskopf 1000 kT

      Alternative
      20 Ballistische Interkontinental Raketen Bulawa-30
      Feststoffrakete mit 6 nuklearen Gefechtsköpfen
      Reichweite 6'500 km / 1 Gefechtskopf 150 kT

      Alternative
      20 Ballistische Interkontinental Raketen Bulawa-47
      Feststoffrakete mit 3 nuklearen Gefechtsköpfen
      Reichweite 8'500 km / 1 Gefechtskopf 5 kT
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    • Russische U-Schiffe der Projekt 941Klasse

      Die russischen U-Schiffe aus der Projekt 941 Klasse sind die grössten jemals gebauten U-Schiffe. Sie basieren auf dem Konstruktionsprinzip des Katamaran und bestehen aus zwei getrennten 130 meter langen zylindrischen parallelen Druckkörper von je 8.5 meter Durchmesser. Die parallelen Druckkörper sind in einem Abstand von ca. 2 meter mit einer frei flutenden Aussenhülle umschlossen. Jeder einzelne zylindrische Hauptdruckkörper wird von einem Druckwasserreaktor gespeist, der eine Dampfturbine mit 49'000 Wellen-PS antreibt. Der Kommandoraum befindet sich im hinteren Drittel des U-Schiffes in einem dritten separaten Druckkörper, der sich oberhalb der beiden parallelen zylindrische Haupdruckkörper befindet. Links und Rechts des dritten Druckkörpers unterhalb des Kommandoturmes befindet sich ein Schacht, wo ein Rettungs-U-Boot für die komplette Besatzung der Typhoon verstaut ist. Die beiden Rettungs-U-Boote können im Notfall auch mechanisch ausgelöst werden.

      Die Typhoon U-Schiffe der Projekt 941 Klasse wurden speziell für den Einsatz bei der Russischen Nordmeerflotte im arktischen Eis gebaut. Sie wurden als Antwort auf die Amerikanischen strategischen Raketen U-Schiffe der
      Ohio-Klasse entwickelt. Die sechs riesigen Typhoon U-Schiffe sicherten im kalten Krieg die Zweitschlagkapazität der Russischen Nation und somit die 100% politische Souveränität des Landes. Seit dem Juli 2002 lastet die ganze Zweitschlagkapazität der Russischen Nation auf der TK-208 Dimitri Donskoi unter der Befehlsgewalt des Russischen Marine Ass Oleg Zybin.

      Die Typhoon U-Schiffe TK-12, TK-13 und TK-202 wurden Mitte der 80 Jahren verschrottet. Die TK-17 Archangelsk und TK-20 Severstal tragen keine ballistischen Interkontinal Raketen vom Typ RSM-52 mehr. Die kompletten Raketensektionen wurden aus Kostengründen ausgebaut.
      Von 2001 bis 2004 durchliefen die zwei Typhoon U-Schiffe Archangelsk und Severstal jedoch ihre Hauptinstandsetzung mit Modernisierung und Kampfwertsteigerung bei der Werft Sewmash. Ihre weitere Verwendung bei der Russischen 18. Nordmeerflotte bleibt aber dem Westen unklar.
      Die zwei Typhoon U-Schiffe werden vermutlich im Jahre 2010 oder 2015 aus dem Dienst gezogen und anschliessend verschrottet.

      Der Russischen Militärdoktrin zufolge ist die Typhoon TK-208 Dimitri Donskoi das allerletzte Einsatzmittel in einem Atomkrieg gegen die USA.
      Die Dimitri Donskoi soll nach einem atomaren Erstschlag der USA gegen Russland unter dem Polareis hervorkommen und dann einen vernichtenden Atomschlag gegen die Grossstädte der USA ausführen. Die Typhoon kann ihre mitgeführten 20 ballistische Interkontinental Raketen mit einer Reichweite von ca. 10'000km auch im getauchten Zustand unter dem Polareis abfeuern.
      Sämtliche Raketen, die sich unüblicherweise vor dem Kommandoturm befinden, sind mit festen Zielkoordinaten von amerikanischen Grossstädte programmiert.
      Die mitgeführten Raketen können während einer Patrouille nicht umprogrammiert werden.

      Dimitri Donskoi „Die Vergessene“

      Die Typhoon TK-208, dass sogenannte „Null-Schiff“ wurde am 17.Juni 1976 in der Werft 402 Sewmash in Sewerodwinsk unter dem Namen Projekt 941 auf Kiel gelegt und lief am 29.Dezember 1980 vom Stapel.
      Ein Jahr später wurde die TK-208 in den Dienst der 18.Division der 1.Flottille der Russischen Nordmeerflotte in der Nerpitshja-Bucht bei Zapadnaja Litsa eingestellt. Bis August 1989 erfolgten mehrere Abschreckungspatrouillen in der Barentssee und im Nordmeer.

      Am 20.September 1989 wurde die TK-208 in der Bauhalle der Werft 402 Sewmash wieder aufgelegt, um die Umrüstung von der alten Interkontinentalrakete RSM 52 auf die weiterentwickelte D-19M Bark zu erfahren. Im Laufe des Jahre 1991 wurde mit dem Umbau der Raketensektion begonnen und die TK-208 bekam die erweiterte Bezeichnung UM hinter der Projektbezeichnung 941 / Projekt 941UM. Die Raketenkonstrukteure konnten aber die vorgeschriebenen Abmessungen für die Bark Rakete nicht einhalten, was deren Einbau in das Typhoon U-Schiff verunmöglichte. Bei weiteren anschliessenden Tests dieser Bark Rakete wurden auch noch andere relevanten Mängel festgestellt, so das der Umbau im Jahre 1996 aus technischen Gründen abgebrochen wurde.

      Die Typhoon TK-208 wurde schlussendlich von der Russischen Regierung schlichtweg vergessen und rostete halb umgebaut in der Bauhalle ganze 6 Jahre lang vor sich hin. Da die Typhoon sehr wartungsintensiv und extrem teuer im Unterhalt und Ausbildung der Elite-Besatzung ist, wurden die finanziellen Mittel bis zum Jahre 2000 für die Hauptinstandsetzung der verbliebenen drei Typhoon TK-17, TK-20 und TK-208 nur unzureichend oder nie bereitgestellt. Dem zufolge waren die drei Typhoon U-Schiffe in einem erbärmlichen nicht einsatzbereiten Zustand in der Nerpitshja-Bucht stationiert.

      Als Wladimir Putin am 26.März 2000 zum Russischen Präsidenten gewählt wurde erhöhte er als einer seiner ersten Amtshandlungen die Militärausgaben für die Russischen Armee. Unter anderem erinnerte er sich auch an die
      Typhoon TK-208 in der Werfthalle 402 Sewmash. Um künftig mehr relevante Druckmittel bei Verhandlungen mit dem Westen vorzuweisen, wollte er die Typhoon TK-208 wieder aktiv auf Abschreckungspatrouillen einsetzen. Ab 2006 verfolgt Russland einen Ausbau seiner Fähigkeiten insbesondere im nuklear-strategischen Bereich. Putin bewilligte einen millionenschweren Umbau der TK-208 auf die neuste Russische ballistischen Interkontinental Rakete Bulawa-30.
      Die streng geheimen Arbeiten an der halb umgerüsteten Typhoon TK-208 begannen wieder von vorne. Zuerst mussten die für die Bark Rakete bestimmten Systeme wieder ausgebaut und die für Bulawa-30 Rakete bestimmten Vorrichtungen eingebaut werden. Der Umbau bekam die erweiterte Bezeichnung YM hinter der Projektbezeichnung 941 / Projekt 941YM. Im Laufe des Jahres 2002 bekam die TK-208 den stolzen Namen Dimitri Donskoi.

      Am 26.Juni 2002 wurde die Dimitri Donskoi schlussendlich wieder aus der Werfthalle 402 Sewmash gezogen. Das geschah so plötzlich, dass in den Russischen Medien vom Stapellauf des neuen grössten U-Schiffes der Welt berichtet wurde und die Amerikanische Regierung rieb sich überrascht die Augen. Da niemand mehr was von der Existenz der Typhoon TK-208 Dimitri Donskoi wusste, wurde das U-Schiff somit irrtümlich für kurze Zeit in Russland und im Westen als neu entwickeltes SSBN U-Schiff angesehen. Da die Umrüstung der Typhoon TK-208 noch zu Zeiten der ehemaligen UdSSR begonnen wurde, kamen solche Meldungen auf Grund der Geheimhaltung nie in die Presse.

      Russland lässt Monster-U-Boot zu Wasser mit 200 Atomsprengköpfe 29. Juni 2002, 00:00 Uhr

      Moskau. Zufall oder Zynismus? Während Russland von seinen G-8-Partnern 20 Milliarden Euro bekommt, weil das Land mit der Beseitigung des nuklearen Mülls aus seinen Atomwaffen finanziell überfordert ist, lässt Moskau nahezu zeitgleich ein gigantisches Atom-Unterseeboot zu Wasser. Die "Dimitri Donskoi", von russischen Medien als das größte U-Boot der Welt gefeiert, ist jetzt in Sewerodwinsk, der geheimen U-Boot-Schmiede am Weißen Meer, vom Stapel gelaufen. Das Unterwasserschiff - russische Projektbezeichnung 941YM, der Akula-Klasse zugerechnet - stellt sogar die vor zwei Jahren gesunkene "Kursk" weit in den Schatten: Der Unterwasserkreuzer ist mit 172 Metern zwar nur zwei Meter länger als die amerikanische "Ohio", verdrängt unter Wasser aber angeblich unglaubliche 50 000 Tonnen und hat 20 Raketen mit Zehnfach-Sprengköpfen an Bord. Damit kann die "Dimitri Donskoi" 200 Überwasserzielgebiete, jedes 7000 Quadratkilometer groß, in 10 000 Kilometer Entfernung angreifen. Während US-U-Boote aus 25 Meter Wassertiefe feuern, liegt das russische Boot 50 Meter tief und kann "gleichzeitig Dutzende Städte wie New York zerstören oder ein kleines europäisches Land oder halb Afghanistan dem Erdboden gleichmachen", freute sich die "Komsomolskaja Prawda". Verteidigungsminister Sergej Iwanow sagte beim Stapellauf: "Heute ist für uns alle ein Feiertag! Dies ist das erste strategische U-Boot in der russischen Geschichte, das zu Wasser gelassen wird." Denn frühere Boote wie die "Kursk" gehörten als Mittel zur Bekämpfung von Flugzeugträgern nicht zur Kategorie der strategischen Waffen. Iwanow versicherte, Russland werde "im nationalen Interesse" auch künftig neue Schiffe auf Kiel legen, "die die Sicherheit der Russischen Föderation unter jeder nur möglichen Entwicklung der Lage gewährleisten".

      Hamburger-Abendblatt vom 29.Juni 2002
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    • Part III
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    • Part IV
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    • Hey Thomas!

      toller Bericht! sieht ja mächtig aus das teil! :)

      könntest du vielleicht noch das eine oder andere über die Technik deines Modells erzählen? Ich sehe da auf den Bilder des RC einbaus jede menge Bauteile die mir absolut unbekannt sind! 8|

      Du sagst dein Modell kann statisch tauchen? das heisst es taucht wie die grossen indem es die Kammern Flutet? Dynamisch tauchen wäre ja über den Vortrieb und mit Hilfe der Ruder, oder sehe ich das falsch?

      -Wie werden die Kammern geflutet?
      -und wie wieder entleert? führst du druckluftkapseln mit um das wasser abzudrücken?
      -wie steuerst du die tiefe?

      schade das fpv (drahtlos gesendete live videobilder aus dem Modell auf einer Videobrille) auf 2,4GHz basiert, wäre ja äusserst spannend mit der Videobrille einmal mit auf Tauchstation zu gehen! :)

      Wie weit ist übrigens die Reichweite unter Wasser?
      Und was machst du wenn die Verbindung abbricht? werden die Kammern über FailSafe entleert?

      Wäre sehr interessant wenn du noch ein paar infos diesbezüglich liefern könntest!

      Gruss Mathias
      MG Fricktal, a great place to be! ;) youtube.com/watch?v=vowVgwuuqtA
    • shoggun schrieb:


      Wäre sehr interessant wenn du noch ein paar infos diesbezüglich liefern könntest!

      Gruss Mathias


      Hallo Mathias
      Ja das Teil ist wirklich :D mächtig.
      Die Größe war auch ein entscheidender Kaufgrund der RC Typhoon.

      Es gibt zwei verschiedene Prinzipien.
      Dynamisch tauchbare U-Boote.
      Statisch tauchbare U-Boote.

      Die dynamisch-tauchbaren U-Boote tauchen ab und auf, indem man die Tiefenruder bei Fahrt (Dynamisch) abwärts stellt und tauchen auf, wenn die Tiefenruder aufwärts gestellt werden. Das „Tauchen“ kann aber nur unter „Fahrt“ erfolgen. Daher spricht man vom dynamischen Tauchen.

      Die statisch-tauchbaren U-Boote können im Ruhestand (statisch) ohne Fahrt auf und abtauchen. Diese Eigenschaft nennt man statisch Tauchen.
      Das Prinzip ist vereinfacht gesehen, wie bei den richten U-Boote. Das RC U-Boot besitzt einen zylindrischen Tauchtank.
      Tauch das U-Boot ab wird der Tauchtank geflutet. Über eine Gewindespindel, die von einem Elektromotor angesteuert ist, wird das Wasser von den Flutschlitze im Rumpf in den Tauchtank gezogen. Durch das entstehende Mehrgewicht des Wasser im Kolbentank sinkt das U-Boot ab. Beim auftauchen wird das Wasser in dem Tauchtank gelenzt. Das wird wird über die Gewindespindel aus dem Tauchtank gedrückt und über die Flutschlitze im Rumpf nach außen gepresst. Durch das fehlende Wasser im Tauchtank, wird das U-Boot leichter und es taucht auf.

      Bei richtiger Austrimmung des RC U-Bootes sieht es sehr echt aus.

      youtube.com/watch?v=NoLMkVbaCyo&feature=related

      In dieser Sequenz des Kino-Blockbuster „Crimson Tide“ siehst Du bei der Zeitaufnahme 0.30Uhr das echte Abtauchen der USS SSBN 731 „Alabama“. Die Wasserfontänen sind von der Pressluft, die für das Fluten und Lenzen gebraucht wird. Diese Aufnahmen sind recht selten, da diese SSBN U-Schiffe unter strengster Geheimhaltung im Atlantik operieren.

      youtube.com/watch?v=6pKyRogjlfc&feature=fvsr

      Auf diesem Kurzvideo siehst Du wie die US SSBN 742 „Wyoming“ abtaucht.
      Diese Aufnahmen sind durch das Kommandantenperiskop der SSBN 742 gemacht worden.
      Das U-Schiff taucht sehr langsam und relativ senkrecht in der horizontalen ab.
      Der Kommandant schwenkt mit dem Periskop immer vom Bug zum Heckt des U-Schiff.
      Ein wenig langatmig das Ganze, aber auch sehr rare Aufnahmen.

      Auf den beigefügten Fotos siehst Du den zylindrischen Tauchtanktank, Gewindespindel, elektronische Tauchtanksteuerung und der Elektromotor der die Gewindespindel über Zahnräder antreibt. Die Tk-208 Dimitri Donskoi besitzt zwei Tauchtanks mit je einem separaten Elektomotor.

      Mit getauchten Grüßen
      Thomas
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    • Wassil A. Archipow schrieb:

      Das Prinzip ist vereinfacht gesehen, wie bei den richten U-Boote. Das RC U-Boot besitzt einen zylindrischen Tauchtank.
      Tauch das U-Boot ab wird der Tauchtank geflutet. Über eine Gewindespindel, die von einem Elektromotor angesteuert ist, wird das Wasser von den Flutschlitze im Rumpf in den Tauchtank gezogen. Durch das entstehende Mehrgewicht des Wasser im Kolbentank sinkt das U-Boot ab. Beim auftauchen wird das Wasser in dem Tauchtank gelenzt. Das wird wird über die Gewindespindel aus dem Tauchtank gedrückt und über die Flutschlitze im Rumpf nach außen gepresst. Durch das fehlende Wasser im Tauchtank, wird das U-Boot leichter und es taucht auf.


      Interessant, danke Thomas!
      Was passiert denn mit der Luft die im Tauchtank war? wird diese von der Gewindespindel so stark kompressiert das genug Platz für das Wasser entsteht?
      oder wird die Abgelassen und beim auftauchen durch druckluft wieder ersetzt?

      Gruss Mathias
      MG Fricktal, a great place to be! ;) youtube.com/watch?v=vowVgwuuqtA